
YOGA-MEDITATION FÜR KINDER
Bewegen · wahrnehmen · sammeln · still werden
Meditation bedeutet nicht, möglichst lange stillzusitzen oder in einer unbequemen Haltung auszuharren.
Im Yoga führt Meditation zu einer zunehmend gesammelten, klaren und bewussten Wahrnehmung.
Für Kinder braucht dieser Weg jedoch eine eigene Form.
Kinder meditieren anders.
Kinder entdecken die Welt über Bewegung, Spiel, Fantasie, Gefühle und ihre Sinne.
Sie können völlig in einem Spiel, einer Geschichte, einem Bild oder einer Bewegung aufgehen.
Diese natürliche Fähigkeit, ganz bei einer Sache zu sein, kann ein wunderbarer Ausgangspunkt für kindgerechte Meditation sein.
KINDER MÜSSEN NICHT LANGE STILLSITZEN
Meditation mit Kindern bedeutet nicht:
„Jetzt seid endlich ruhig.“
Und sie muss nicht ausschließlich im Sitzen stattfinden.
Meditative Erfahrungen können entstehen:
in einer bewussten Bewegung
beim Atemtanz
beim Lauschen
beim achtsamen Gehen
in einer Fantasiereise
beim Betrachten eines Bildes
beim gemeinsamen Tönen
oder in einem kurzen Moment der Stille.
Meditation kann auch bewegt sein.
VON DER BEWEGUNG ZUR STILLE
Gerade lebhafte Kinder brauchen häufig zunächst Bewegung.
Deshalb kann eine Kinderyogastunde schrittweise aufgebaut werden:
BEWEGEN
den Körper erleben
↓
ATMEN
Bewegung und Atem verbinden
↓
WAHRNEHMEN
Körper, Atem und Sinne beobachten
↓
SAMMELN
die Aufmerksamkeit auf eine Sache richten
↓
STILL WERDEN
einen Augenblick Ruhe erfahren
↓
MEDITIEREN
bei sich und gleichzeitig wach bleiben
Stille muss nicht erzwungen werden – sie darf entstehen.
SPIEL KANN MEDITATIV SEIN
Kinder können beim Spielen eine erstaunliche Konzentration entwickeln.
Sie vergessen für einen Augenblick, was um sie herum geschieht, und gehen ganz in ihrem Tun auf.
Diese Fähigkeit können wir im Kinderyoga aufnehmen.
Ein Yoga-Spiel kann deshalb von lebhafter Bewegung allmählich zu Konzentration, Wahrnehmung und Ruhe führen.
FANTASIE ALS WEG NACH INNEN
Fantasiereisen eignen sich besonders gut als Übergang zur Meditation.
Kinder können sich beispielsweise vorstellen:
durch einen Zauberwald zu gehen
einen stillen See zu betrachten
auf einer Wolke zu reisen
einen inneren sicheren Ort zu entdecken
oder die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum zu erfahren.
Dabei verbinden sich:
Fantasie + Wahrnehmung + Konzentration
DIE FÜNF ELEMENTE
Die fünf Elemente bieten einen besonders anschaulichen Zugang zu meditativen Erfahrungen.
ERDE
Stabilität und Ruhe erfahren
WASSER
Fließen und Loslassen
FEUER
Kraft und Lebendigkeit
LUFT
Bewegung und Atem
RAUM
Stille und Weite
So können abstrakte Yogagedanken für Kinder sinnlich und erlebbar werden.
ATEM UND MEDITATION
Auch der Atem kann die Aufmerksamkeit sammeln.
Bei Kindern geht es dabei zunächst nicht um komplizierte Atemtechniken.
Wir beginnen mit dem Wahrnehmen:
Wo spüre ich meinen Atem?
Was bewegt sich?
Wie fühlt sich mein Atem nach einer Bewegung an?
Was verändert sich, wenn es stiller wird?
Erst wahrnehmen – nicht kontrollieren.
MEDITATION MUSS ZUM ALTER PASSEN
Ein Kindergartenkind braucht eine andere Form der Meditation als ein zehn- oder zwölfjähriges Kind.
Je jünger die Kinder sind, desto stärker arbeiten wir mit:
Bewegung · Bildern · Geschichten · Klängen · kurzen Wahrnehmungsmomenten
Mit zunehmendem Alter können Konzentration, Atemwahrnehmung und stille Meditation schrittweise mehr Raum erhalten.
SEMINARZIEL
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Meditation altersgerecht, spielerisch und ohne Leistungsdruck in ihre Arbeit mit Kindern einzubeziehen.
Dabei geht es um die Fragen:
Wie führe ich von Bewegung zu Ruhe?
Wie lange kann eine Meditation dauern?
Wie gestalte ich Meditation für unterschiedliche Altersgruppen?
Wie setze ich Fantasiereisen sinnvoll ein?
Wie verbinde ich Asana, Atem, Entspannung und Meditation?
SEMINARINHALTE
1 · GRUNDLAGEN DER YOGA-MEDITATION
Meditation im Yoga · Konzentration und Meditation · kindgerechte Zugänge · Meditation und Alltag
2 · PRAXIS & METHODE
Asana · Atemtanz · Atemwahrnehmung · Entspannung · Konzentration · Meditation · Fantasiereisen · Yoga-Spiele
3 · MEDITATION IN BEWEGUNG
Achtsames Gehen · bewusste Bewegung · Wahrnehmungsspiele · Klänge und Töne · Übergang von Bewegung zu Stille
4 · FÜNF ELEMENTE
Erde · Wasser · Feuer · Luft · Raum als kindgerechte Zugänge zu Wahrnehmung und Meditation
5 · VORSTELLUNGSSTUNDEN
Eigene Meditationseinheiten für Kinder entwickeln, anleiten und anschließend gemeinsam auswerten.
TEILNAHMEBEDINGUNGEN
Die Weiterbildung richtet sich an Kinder-Yoga-Übungsleiterinnen und -Übungsleiter der PFY-Grundstufe sowie an Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vergleichbarer Qualifikation.
Eine regelmäßige eigene Yogapraxis ist erwünscht.
Was wir Kindern vermitteln, sollten wir selbst erfahren haben.
TERMINE
Kinderyoga-Weiterbildung
19. – 23. Oktober 2026
5 Seminartage · Bildungsurlaub
Weitere Termine 2027.
SEMINARGEBÜHR
490 € regulär
460 € bei Zahlung einen Monat im Voraus
440 € bei Zahlung zwei Monate im Voraus
Leistungen
5 Seminartage
Begleitmaterial / Handbuch
Moderation
Bildungsurlaub
Zertifikat des Pädagogischen Forums für Yoga (PFY)
SEMINARLEITUNG
Nicolai Romanowski
Diplom-Sozialpädagoge · Yogalehrer BDY/EYU · Dozent
Pädagogisches Forum für Yoga (PFY), Berlin
KINDERMEDITATION
Bewegung → Atem → Wahrnehmung → Konzentration → Stille
Kinder müssen nicht zur Stille gezwungen werden.
Wir schaffen Bedingungen, unter denen Stille entstehen kann.
Für die Grafik würde ich genau diese fünf Stationen nehmen und sonst fast keinen Text: BEWEGUNG → ATEM → WAHRNEHMUNG → KONZENTRATION → STILLE. Dadurch können wir diesmal die Schrift wirklich sehr groß machen und darunter zusätzlich die fünf Elemente ERDE · WASSER · FEUER · LUFT · RAUM darstellen.
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